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AM MONTAG: LIBRIKON VERÖFFENTLICHT DIE EMPFEHLUNGSLISTE: DEUTSCHSPRACHIGES QUALITÄTSKINDERBUCH 2010
Das Librikon Literaturrätsel Buch gesucht!
Die deutsche Übersetzerin des gesuchten Kinderbuches hat ganze Arbeit geleistet. Stellenweise übertreffen die gereimten Dialoge sogar die Komik des englischen Originals. Dabei hat die Autorin selbst in ihrem Leben schon so viele Bücher und Kinderlieder gereimt, dass sie sagt, es falle ihr mittlerweile leichter in Versform zu schreiben, als sich ungereimte Texte auszudenken. Zumal ihr der Zwang zum Reimen offensichtlich auch als Inspiration dient. Denn eigentlich sollte es in der gesuchten Geschichte um einen Tiger gehen, aber auf "tiger" lässt sich im Englischen nur schlecht reimen. Also erfand sie kurzerhand ein Tier, mit dem es sich besser dichten ließ: "Mit knotigen Knien, einer grässlichen Tatze und vorn im Gesicht einer giftigen Warze" Wer ist dieses Wesen mit schrecklichen Klauen und schrecklichen Zähnen, um Tiere zu kauen?
Die Lösung bitte per Post oder E-Mail (info@librikon.de) bis zum 15. 3.2010
Wir verlosen unter den Einsendungen drei Gewinne. In dieser Woche ist „Philete. Hefte für Kunst und Illustration" zu gewinnen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Große und kleine Katzenabenteuer auf zwei Sprachen Ria Gersmeier: "Bijou, die Findelkatze" Von Anne Spitzner Rubrik "Tipps zum Thema "Zuhause lernen"
In vielen Lebenslagen „Kunstgeschichte. Von der Antike bis zum 21. Jahrhundert“ Rubrik "Tipps zum Thema "Zuhause lernen"
"Wohnen in fernen Ländern für Kinder erzählt" Von Vera Mayer Rubrik "Das Eine Buch"
"Heimat" von Roswitha Moralic Von Vera Mayer Rubrik "Tipps zum Thema "Besondere Bücher"
Fröhlich, tiefgehend: Brigitte Jünger: "Der Tontsch" Von Sarah Wittenberg Rubrik "Das Eine Buch"
Eine Lernspielsammlung Rubrik "Tipps zum Thema "Zuhause lernen"
Von der Spinne, von der Freundschaft Mouchi Blaise Ahua: "Aurelia und das adoptierte Mädchen" Von Susan Müller Rubrik "Tipps zum Thema "Märchen"
Rubrik "Kleiner Simpl"
Nr.
391Mittlerweile wirken die Backfischgeschichten von Else Ury doch ziemlich angestaubt. Fleiß, Ordnung, Vaterlandsliebe - auf die deutschen Tugenden wird Wert gelegt. Der vierte Band der "Nesthäkchen"-Reihe wurde nach 1945 aus dem Programm genommen, da er wegen Kriegsverherrlichung auf der Zensurliste der alliierten Kontrollbehörden stand. Und das, obwohl die Bücher schon während des Dritten Reiches nicht mehr verlegt worden waren. Else Ury wurde 1943 in Auschwitz ermordet, sie war Jüdin. Dabei kann man die Geschichten um die kleine Annemarie nun wirklich nicht als politische Propagandaschriften bezeichnen, in welche Richtung auch immer: Es geht um Puppen, Schulfreundschaften, erste Liebe. Keine hohe Literatur, aber durchaus mit Humor gespickt.
Der freundliche Kerl mit dem grünen Anzug und der Krone auf dem Kopf ist so beliebt, dass man sogar Kindergeschirr und Bettwäsche mit seinem Aufdruck kaufen kann: Babar. Wer ihn gezeichnet hat, darf man natürlich nicht verraten. Oder vielleicht doch? Der Name des französischen Malers, Jean de Brunhoff, liegt einem nicht unbedingt gleich auf der Zunge, wenn man an Babar denkt. Nicht wie beim Kleinen Prinzen zum Beispiel.
Der Autor ist bis heute unbekannt. Wer die schelmischen Geschichten über "Till Eulenspiegel" als erster aufgeschrieben hat, ist ungewiss. Vielleicht war es ja Till selbst? Immerhin soll er einst wirklich gelebt haben, allerdings vor ungefähr 700 Jahren, weshalb sich die Wissenschaft auch in dieser Frage nicht so ganz einig ist. Jedenfalls erfreuten sich die Geschichten schon in den letzten Jahrhunderten großer Beliebtheit und das ist bis jetzt so geblieben, auch wenn den heute bekannten Fassungen die ursprüngliche Derbheit abgeht. Ihren Nachnamen Eulenspiegel durfte er trotzdem behalten, obwohl der auf mittelniederdeutsch angeblich "Wisch mir den Hintern" bedeutet.
Wilhelm Hauff war nur ein kurzes Leben beschieden, er starb nur 25-Jährig, aber seine Werke machten ihn unsterblich: Sein nur schmales Schaffen ist bis heute berühmt. Er hat sogar die grausamste posthume Einvernahme, die man sich in Deutschland vorstellen kann, die durch die Nazis, als Dichter unbeschadet überstanden: Einer der abscheulichsten antisemitischen Propagandafilme der Nazi-Zeit, "Jud Süß", beruhte auf einer Novelle von ihm. Untrennbar verbunden ist Hauffs Name aber mit dem Weiterführen des Genres Märchen, in das er in der deutschen Literatur neue Elemente einbrachte. In der ersten Sammlung von 1826, die mit „für Söhne und Töchter gebildeter Stände“ überschrieben war, war "Kailf Storch" aufgenommen worden, das von der Verwandlung eines Herrschers in ein Tier –und seiner Rückverwandlung- erzählt.
Der Altmeister skurriler Kinderdichtkunst, Roald Dahl, unvermeidlich Brite, hat zu seinen besten Zeiten ein Buch geschrieben, da, katastrophal zu Unrecht, nicht so bekannt geworden ist wie seine anderen Bücher: "Der fantastische Mr. Fox". Es nimmt nicht Wunder, dass die Hauptfigur ein Fuchs ist. Aber was für einer: verheiratet mit Mrs. Fox, vier Kinder hat er und wohnt in einer Höhle in einem Berg. Unten im Tal wohnen drei unbeliebte Geflügelfarmer. Und da Mr. Fox ihnen auf gewitzte Art und Weise das Geflügel stiehlt, wollen sie ihn aushungern. Aber Mr. Fox zieht sich auf durch und durch originelle Weise aus der Klemme. Das er so cool diese reichen und dummen Bauern ausgetrickst hat, ist eine der Freuden, die mir dieses Buch bereitet hat. Segolene Alice
Siehe demnächst ausführliche Rezension in "Gerechtigkeit für..."
Er wählte ein Pseudonym – aber nicht, wie man meinen könnte, um seine ideologisch aufgebauschten Bücher aus der Nazi-Zeit vergessen zu machen und in der Bundesrepublik weiter als Jugendbuchautor zu schreiben: Nein, Fritz Steuben publizierte einfach weiter, und es wurden sogar dieselben Bücher neu aufgelegt; allerdings wurden dafür allzu bedenkliche Passagen beseitigt oder verändert. Steuben schrieb auch neue Bücher, von 1949 bis zu seinem Tod erlangten seine vierzehn weiteren Kinder- und Jugendbücher einige Popularität. Steubens Bücher wurden, vor allem von Jungen, verschlungen. Wer nicht über die Hintergründe reflektiert, hat -wie etwa in "Tecumseh"- spannende und berührende Geschichten in Erinnerung.
Seit den siebziger Jahren gehören die Bücher von Ali Mitgutsch zur bundesdeutschen Kindheit. Seine Idee der Bilderbuchgestaltung war so stilbildend, dass über die Jahrzehnte hin diese Art der Herangehensweise ans Illustrieren viele Nachahmer beeinflusste. Die billigst dahingeworfenenen Bücher ebenso wie solche höherer Güteklasse; und ganz andere als der in in Schwabings besten Zeiten verwurzelte Illustrator und Autor Mitgutsch erhalten heutzutage die großen Preise für die Fortführung seiner Ideen. Seine Bücher allerdings werden immer noch von Kindern und Eltern bestaunt, wenn Ali Mitgutsch auch nur für eines der Bücher ausgezeichnet wurde. Die Diskussionen, welches aus der berühmtesten Reihe das beste ist, sind ergiebig, und sie könnten zu der Einigung führen, es sei jenes, das in der Landschaft, die Mitgutschs Heimat widerspiegelt, spielt: "Hier in den Bergen". Mitgutsch hat auch getextet, aber seine vielfältigen Geschichten erzählt er meist nicht mit Worten.
Die beiden Helden Frosch und Kröte sind zumindest biologisch verwandt, in der echten Welt. Aber in der können sie auch nicht sprechen, In "Frosch und Kröte", das nach Jahreszeiten geordnete Geschichten enthält, führen sie Unterhaltungen, und es verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Der amerikanische Kinderbuchautor Arnold Lobel hat seit 1970 die Abenteuer der beiden in einer prägnanten, kindnahen Sprache veröffentlicht. Damit wurde er berühmt. Seine Frau und er, nach New York gezogen, gaben der Kinderliteratur wichtige Impulse, und auch auf die deutsche Kinderliteratur ist der Einfluss von "Frosch und Kröte" zu erkennen.
Die Leserfragen bezüglich eines guten Liederbuches überschlagen sich, und wir raten wegen der Dringlichkeit heute mal auf der Hauptseite allen, die schon Tomi Ungeres großes Liederbuch haben, zu: „Der Naturliederschatz“ aus dem Timonverlag (186 S., Euro 22,80, ISBN 978-3938335086). Eine wundervolle Sammlung von schönen Liedern, in äußerst geschmackvoller Gestaltung präsentiert, eignet sich dieses durch die Jahreszeiten führende Liederbuch auch als Geschenk für jeden, der nicht einfach irgendein weihnachtssaisonal auf den Markt geschmissenes Buch verschenken möchte!
Das Buch "In einem Schloss in Schottland lebte einst ein junge Gespenst" wechselte längst in das kleinste Format, es ist als handliches Geschenkbüchlein zu haben, damit die Fans von früher auch heute noch beim Kauf zuschlagen. 1979 ist die Schlossgeschichte das erste Mal erschienen, und sie dreht bis heute auf komische Art noch alles um, was man über Gespenster zu wissen glaubt. Ihr Schöpfer Franz Hohler, 1943 geboren, ist in der Schweiz nicht nur als Schriftsteller bekannt, sondern auch als bühnenpräsenter Kabarettist. Sein Sinn für die nicht-oberflächliche und genau sitzende Pointe kommt auch diesem Buch, das zeittypisch, aber sehr einprägsam illustriert wurde, zugute.
Nr.
381
Jules Verne war der Erfinder einer ganz neuen Literaturgattung, die noch 150 Jahre nach seinem Schaffen fortlebte. Und auch sein Werk - besonders "In 80 Tagen um die Welt"- wird bis heute gelesen. Wie so oft waren es Zufälle, die zum Erfolg führten; Jules Verne begegnete zum richtigen Zeitpunkt dem richtigen Mann, einem Jugendbuchverleger, der ihn gleich für mehrere Bücher verpflichtete. 1872 erschien "In 80 Tagen um die Welt", sein meistverkauftes Buch, das ihn reich machte. Jules Verne war technikbegeistert, und tatsächlich fand sich in seinem Nachlass manches, das später Wirklichkeit wurde.
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