Heinz Janisch: „Der große Gustav und die kleinste Frau der Welt“
mit
Bildern von Karsten Teich
Von Iris Kersten
Heinz Janischs
Geschichte erzählt vom Leben des großen Gustav, dem größten Mann der
Welt, für den alles zu klein ist. Er wird traurig. Weil er allein ist.
Doch dann erreicht ihn das Lächeln der kleinsten Frau der Welt und er
verliebt sich ihn sie. Er fasst all seinen Mut zusammen und schreibt ihr
einen wunderbaren Liebesbrief: „Ich bin sehr groß. Aber in Wirklichkeit
bin ich sehr klein. Nur – das sieht niemand.“ Drei Tage sitzt er mit
klopfendem Herzen zu Hause und wartet auf eine Antwort. Am vierten Tag
wird ein Brief unter seiner Tür durchgeschoben. Beispiellos folgt die
Darstellung des ersten Treffens und wie sich die beiden verlieben: „Wie
soll man beschreiben, was nicht zu beschreiben ist? Nur so viel: Heute
leben Gustav und Lilli gemeinsam in einem Haus […] [und] einmal im Jahr
schreiben sie einander einen Brief.“
Auf unnachahmliche
Weise zeigt uns der Autor, dass es auf das innere Gefühl ankommt und
dass der Schein doch oft trügerisch sein kann. Die Illustrationen von
Karsten Teich veranschaulichen die großen Gefühle in dieser herrlichen
Liebesgeschichte.
PS. Meine zwei Kinder
haben nach der Lektüre angefangen, sich gegenseitig Briefe zu
überbringen.
Ein inspirierendes
Buch für groß und klein ab 4 Jahren
Heinz Janisch, Karsten
Teich: „Der große Gustav und die kleinste Frau der Welt“