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Tipps zum Thema: Besondere Bücher

 

 

 

 

Ein wundervoller Drahtseilakt über schwindelndem Abgrund!

Heinz Janisch/ Helga Bansch

"Die Brücke"

Von Ada Bieber

 

Heinz Janisch/ Helga Bansch: Die Brücke

Jungbrunnen Verlag 2010

32 Seiten, € 13,90

ISBN  978-3702658199

 

 

Soviel gleich vorweg: Dieses wundervolle Bilderbuch von Heinz Janisch und Helga Bansch ist eine Kostbarkeit, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte! Schon wenn der Betrachter die Umschlagsseite öffnet, kündigt ein collagierter Fischschwarm von der hohen künstlerischen Qualität des Buches. Die erzählte Geschichte handelt parabelhaft von der schicksalhaften Begegnung eines Bären und eines Riesen an der großen Hängebrücke über dem Fluss. Beide Giganten treffen sich in der Mitte der schmalen Brücke über dem reißenden Abgrund und jeder beharrt auf dem Recht, zuallererst über die Brücke gehen zu dürfen. In diesem Streit kommen die sich anfangs feindlich gegenüberstehenden Figuren schließlich auf die friedliche Lösung, sich gegenseitig zu umschlingen und zu drehen und so die schmale Brücke gleichzeitig zu passieren. Diese Lösung setzt freundschaftliches Vertrauen und die Fürsorge um den jeweils anderen voraus, denn sie bedeutet Fürsorge für sich selbst. Nur indem der Bär und der Riese sich gegenseitig stützen und sich Schritt für Schritt umeinander drehen, bekommt jeder die nötige Stabilität, die ein solcher Drahtseilakt braucht. Diese Geschichte über Vertrauen als Voraussetzung eines gelingenden Miteinanders profitiert ungemein von der sagenhaften Gestaltung Helga Banschs. Ihre Bilder leben weniger von der malerischen als von der materiellen und graphischen Gestaltung. Es sind insbesondere die Collagen, die durch den Einsatz unterschiedlich strukturierter Papiere und graphischer Skizzen eine kolossale Landschaft entstehen lassen. Die gekonnt gewählten Perspektiven – beispielsweise die im Zenit über der Konfliktsituation schwebende Vogelperspektive oder die Nahaufnahme der gegeneinander stoßenden Füße auf der schwankenden Brücke – lassen die Textpassagen auf dramatische und eindringliche Weise anschaulich werden. Die Bilder erzählen jedoch nicht nur in großformatigen Ansichten, sondern auch mittels diverser Teilstudien, die Figuren und Situationen konkretisieren. Die in vier Teilen dargestellte Drehung als Drahtseilakt zweier Giganten über dem Abgrund ähnelt in ihrer Reihung einem Tanz in einem Trickfilm. Die Auflösung und das gute Ende der Geschichte werden daher von der visuellen Komponente des Buches entscheidend mitgetragen. Erleichtert über das gute Ende der Geschichte wünscht sich der Betrachter dennoch, mehr von diesen wundervollen Bildern umblättern zu dürfen ...

 

Hoch

 

 

Gut schläft sich’s unterm Teppich

Aino Havukainen / Sami Toivonen:

 „Tatu und Patu und ihr verrücktes Gute-Nacht-Buch“

Von Mercedes Kraut

 

Aino Havukainen / Sami Toivonen:

„Tatu & Patu und ihr verrücktes Gute-Nacht-Buch“

Aus dem Finnischen von Elina Kritzokat

Thienemann 2011

31 S., Euro 12,90

ISBN 978-3522436755

 

 

 

„Tatu und Patu“ – kein Allerweltsbilderbuch!

Nicht zu verleugnen beim ersten Durchblättern ist der eingemixte Comicstil. Figuren mit riesigen Köpfen und riesigen Augen, Kartoffelnasen und große Münder, die aber auch schrumpfen können zu Minipunkten. Und auch nicht zu verleugnen: Es sind gut gemachte Bilder; sie sind wirklich lustig. Dazu wahnsinnig viele Einzelheiten, die die jungen Betrachter entdecken können – zweifelsfrei, ein Buch wirklich für Kinder und zu deren Freude. ,

Das Buch handelt von den Brüdern Tatu und Patu, die ihr Patenkind, das Baby Satu, zu Besuch haben. Die beiden bereiten für das Baby alles vor: Einen extra Babyrollator,  einen Gürtel für Tatu mit allem Notwendigen wie Pflaster, Salben, Q-Tips und Kuscheltieren. Ganz wichtig auch - das Thermometer, mit dem die Temperatur des Babybreis für Satu gemessen wird. Sowie ein Walkie-Talkie, mit dem sich die beiden Brüder verständigen können.

Beim Ins-Bett-Bringen dann holen Tatu und Patu einen extra „Einschlafordner“ heraus. Daraus lesen Tatu und Patu dann Satu vor; zu erfahren ist so unter anderem, was passiert, wenn man nicht ins Bett geht. Die Parodie auf moderne Erziehung per Ratgeber und allerlei Hilfsmitteln endet mit einem ziemlichen Misserfolg: Am Ende ist Satu nicht mehr im Bett! Die schläft unterm Teppich, und da legen sich Tatu und Patu dann dazu.

Dieses originelle Bilderbuch besteht zur einen Hälfte aus seiner chaotischen Handlung, zur anderen aus Einblicken in den Aktenordner, den Tatu und Patu aufgesetzt haben. Da verliert man mal den Überblick und mal die Energie, genau hinzuschauen, bis man beim nächsten Anschauen wieder Neues entdeckt. Kein Buch für den Einmal-Gebrauch, er lohnt sich, der Platz im Bücherregal. Sollte jemandem das Thema „Einschlafen“ ausgelaugt vorkommen – „Tatu und Patu“ beweist das Gegenteil. Es ist so einfach wie es komplex ist. Kinder brauchen nicht viel zum Einschlafen, nur einen Teppich.

(Ab 5)

 

Hoch

 

 

modern design

Melanie Laibl/Alexander Strohmaier: „Herr Grimm und Frau Groll zerkugeln sich: Eine Geschichte von zwei Seiten“

Von Miriam Schneider

 

Melanie Laibl: Herr Grimm und Frau Groll zerkugeln sich: Eine Geschichte von zwei Seiten

Mit Illustrationen von Alexander Strohmaier:

Luftschacht Verlag 2010

48 Seiten, Euro 19,40

ISBN 978-3902373632

 

Das Buch kann von zwei Seiten aufgeschlagen werden, und es erzählt dieselbe Geschichte von zwei Seiten. Frau Groll erzählt, Herr Grimm erzählt. Doch sie erzählen ihre Geschichte nicht aus zwei Perspektiven, sie erzählen dasselbe. Sie sind – nomen est omen  oder eher nomina sunt omina -  böse, nichts macht ihnen Freude, sie grimmen, sie grollen. Dann, in der Mitte des Buches, in der ihre gleichen Geschichten und sie sich begegnen, da kehrt die Freude ein. Sie beginnen zu lachen, sie zerkugeln sich titelgebend. Alle versäumten Lacher der letzten Jahrzehnte brechen und knallen aus ihnen heraus. Nun geht ihr Leben anders weiter.

Für Erwachsene ist das eine schöne Erkenntnis: Es gibt den wunderbaren Moment, an dem man herauskommt aus seinem einsamen Bösesein, er kommt von außen und geht los wie ein Feuerwerk. Das könnte wohl Liebe vollbringen. Dem Weltbild von Kindern entspricht das gar nicht; sie schützen sich vor bösen Menschen, indem sie deren Bosheit herausspüren und nicht über mögliche Veränderungen oder erwachsen-menschliche Gründe nachdenken. Um Schreckgestalten wie Frau Groll und Herrn Grimm machen Kinder einen Umweg, denn sie machen Ärger, wenn Straßenkreide unter ihren Sohlen klebt oder Bälle gegen ihre Autos fliegen. Können sie auch anders sein? Für Kinder genügt „gut“ und „böse“, um sich zurechtzufinden, und das ist für ihr tägliches Dasein in einem Land voller Erwachsener überlebenswichtig.

Die Illustrationen sind modernes Design; im Stil von CD-Covern, die als ‚International Music’ im Coffee-Shop angeboten werden. Im Bilderbuch ist das neu, und es hat seinen Platz, denn wir leben in der Welt von Grimms und Grolls, die auf den Großen Moment warten. Dann ist er da, jener Moment, und er entfaltet seine Wirkung. Buch und Inhalt korrespondieren: Ein originelles Projekt, das voll durchgezogen wird.

(Ab 3)

 

Hoch

 

 

Ein Buch zum Schauen und Fantasieren

Michael Roher: „Fridolin Franse frisiert“

Von Brigitte Bjarnason

 

Michael Roher: „Fridolin Franse frisiert“

Picus Verlag Wien

32 S. Euro 16,90

ISBN: 978-3-85452-152-5

 

 

Fridolin Franse ist ein Frisör von besonderer Art. Jede seiner Tätigkeiten führt den Betrachter des Bilderbuches in eine bunte Welt voller Kuriositäten. Es gibt keine Geschichte in diesem Buch, nur einzelne Wörter als Anhaltspunkte. Die Hauptrolle spielt die Illustration, und es ist die Aufgabe des Betrachters, den Bezug der Motive zu der jeweiligen Tätigkeit des Frisörs zu erkennen. Hierzu brauchen insbesondere jüngere Kinder die Hilfe von Erwachsenen, da manche Motive und Szenen eher Erwachsenen als Kindern bekannt sein dürften.

In „ Fridolin Franse frisiert“ gibt es viele witzige Details zu entdecken. Die schwarz-weißen Tuschzeichnungen werden durch Fridolin als bunte Collage aufgelockert. Die künstlerische fantasievolle Illustration ist für alle Altersgruppen interessant.

„Fridolin Franse frisiert“ ist kein Vorlesebuch. Es ist ein Buch zum Anschauen und lädt Kinder und Erwachsene zu einer spannenden Entdeckungsreise ein.

(Ab 3) 

 

Hoch

 

 

Trifft ins Herz:

"Heimat" von Roswitha Moralic

Von Vera Mayer

 

Roswitha Moralic:

Heimat. Ein HeimReiseTageBilderBuch

Mit 28 farbigen Collagen

Pandora 2010

57 Seiten, Euro 15,00

ISBN 978-3-9811145-6-0

 

Ein Geschenkbuch, wie man es selten findet: „Heimat“ von Roswitha Moralic. Von der Optik und Haptik ist das großformatige Werk liebevoll gestaltet und sehr gekonnt – ein schönes Buch. Es ist modern, und das verwirrt zuerst, wenn man den Titel liest. Denn der Begriff „Heimat“ ist zunächst altertümlich, in Deutschland ja auch belastet und will nicht zu einem Buch auf der Höhe der Zeit passen. Ein positiver Widerspruch wird so erzeugt, der dazu aufruft, einen Begriff neu zu denken.

Der Pergamentumschlag, der das Wort „Heimat“ abbildet und sofort mit Leben füllt –die Buchstaben tragen vielfache, in wohligen Farben gehaltene Naturmotive – nimmt gleich Abschied vom negativ konnotierten Heimatgefühl und führt den aufmerksamen Betrachter hinein in ein Buch, das in die Heimat der Gefühle, der Gerüche, der Empfindungen der Kindheit eben leitet.

Wenn man das Buch aufschlägt, verbreitet es geradezu eine Atmosphäre der Ruhe und des Tiefgangs. Lyrische Gedanken und Sinnsprüche, Gedichte, poetische Anmerkungen im weitesten Sinne zu „Heimat“ –all das, was auch in einem selber schlummert und immer wieder einen unruhigen Schmerz hinterlässt, findet sich dort widergespiegelt. All das, was man jungen Menschen mitgeben will!

Gerade für Jugendliche, die in der Pubertät sind und auf der Suche nach innerer Ruhe, die zwischen Kind- und Erwachsenensein hin- und herschwenken, bietet diese Sammlung von stimmigen Texten und Bildern Raum. Auch das, was zum Schmunzeln anregt, trifft ins Herz.

„Heimat“ ist wunderschön illustriert. Ein transparentes Deckblatt wie in einem Photoalbum, bei dem man den Text durchschimmern sieht, lässt Bilder und Gedichte wie ein Puzzle miteinander korrespondieren. Eine schöne Gabe für Konfirmanden, Firmlinge und junge Erwachsene, die gern auch mal lesen und nicht im elektronischen Zugang zur Welt versinken sollen.

 

Hoch

 

 

Ohne jedes Orientklischee

Unkonventionell: „Warum die Liebe blind ist und Hand in Hand mit dem Wahnsinn geht“

Von Nazli Hodaie 

 

Aylin Yavuz (Text und Bilder):

"Warum die Liebe blind ist und Hand in Hand mit dem Wahnsinn geht"

Eine Erzählung aus dem orientalischen Volksmund

Ins Deutsche übersetzt von Aylin Yavuz

Wuppertal: Gillvuz 2008

32 S., Euro 15,95

ISBN 978-3940434029

Beim Versteckenspielen während eines vom Wahnsinn initiierten Treffens verschwindet die Liebe, weshalb der Wahnsinn sie suchen geht. Nach sehr langer Suche auf der ganzen Welt setzt er sich an einen Rosenstrauch, um sich auszuruhen. Die Liebe, die sich ausgerechnet in diesem Rosenstrauch versteckt hatte, springt mit einem Dorn in ihrem einzigen Auge heraus. Sie ist nun blind. Schuldbewusst verspricht ihr der Wahnsinn, nie von ihrer Seite zu weichen.

Das Bilderbuch „Warum die Liebe blind ist und Hand in Hand mit dem Wahnsinn geht“ ist bekennendermaßen „eine Erzählung aus dem orientalischen Volksmund“. Zieht man in Betracht, mit was für Bildern der Orient in den westlichen Gesellschaften assoziiert wird, überrascht es umso mehr, wie wenig sich die Illustratorin (und zugleich Übersetzerin) der Erzählung von den gängigen Orientklischees hat beeinflussen lassen. Weder die Darstellung der Figuren noch weitere Illustrationen lassen im westlichen Verständnis als orientalisch geltende Spuren erkennen. Vielmehr konzentriert sich die Illustratorin bei der Abbildung der abstrakten – da menschliche Charakterzüge – Figuren auf die jeweiligen Eigenschaften selbst, die sie durch kugelförmige Wesen konkretisiert. Zur deutlichen Veranschaulichung des jeweiligen Charakterzugs verwendet sie zum Teil interessante, allerdings für Kinder wohl nicht (leicht) entzifferbare Anspielungen, wie dies z.B. bei der Figur „Gewissen“ der Fall ist: Diese trägt als Gesicht das Antlitz Sigmund Freuds.

Trotz der beachtenswerten, unkonventionellen Vermeidung jedweden Orientklischees und der gelungenen Konkretisierung der menschlichen Charaktereigenschaften in deren Aussehen und Handeln wirken die Illustrationen allerdings zuweilen etwas „schulmädchenhaft“, ja oberflächlich. Dies manifestiert sich v.a. in der Darstellung der Natur, aber auch in der starken Farbbetonung und der Akzentuierung gewisser Körperteile wie Wimpern bei den Figuren.

Auch gewinnt die Erzählung durch die Illustrationen viel mehr an Brutalität, als es in mündlicher Überlieferung oder in einer nicht bzw. anders illustrierten Textversion der Fall wäre. Zwar ist Grausamkeit an sich ein herkunftsunabhängiger Bestandteil der Volkserzählung, sie wird jedoch in der Regel nicht näher beschrieben, nicht konkretisiert. Die hiesige Art und Weise der Illustration veranschaulicht hingegen das Grausame und macht das – sogar physisch – vorstell- und fühlbar. Der Dorn im Auge der Figur „Liebe“ oder ihre Sehbehinderten-Armbinde nach dem Vorfall mögen dafür den Beleg liefern. Beide Abbildungen sind unverhältnismäßig anschaulicher und daher brutaler als die dazugehörigen Sätze: „Und mit einem Mal sprang die Liebe mit einem Dorn im Auge aus dem Strauch. Sie hatte fürchterliche Schmerzen.“ und „Von dem Tag an war die Liebe blind.“

Die Erzählung beinhaltet außerdem einige Unklarheiten, u.a. warum die Liebe nur ein Auge hat oder wie sie innerhalb von so kurzer Zeit so weit um die Welt gekommen ist. Das sind allerdings Fragen, die zum einen ohne die Kenntnis der Originalerzählung nicht zu beantworten wären. Zum anderen kommt es in der Volkserzählung nicht selten vor, dass unerklärliche, für den „gesunden“ Menschenverstand unfassbare Ereignisse und Phänomene im Dienste der immanenten Erzählungslogik eingesetzt werden. Zumindest die zweite Frage könnte dieser Kategorie zugewiesen werden.

Im Großen und Ganzen ist „Warum die Liebe blind ist und Hand in Hand mit dem Wahnsinn geht“ ein Bilderbuch, das zuweilen den Eindruck erweckt, es sei nicht für Kinder, sondern für ein erwachsenes Leserpublikum konzipiert. Auch wirkt es in seiner vorliegenden Gestalt erzählerisch wie illustratorisch sehr modern. Dies stellt zwar kein Problem dar, lässt jedoch die Frage aufkommen, inwiefern die Übersetzerin ihrer Vorlage treu geblieben ist – auch das eine Frage, zu deren Beantwortung das Original hinzugezogen werden müsste.

 

Die Rezensentin ist am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig. Von ihr liegt zum Thema vor: „Der Orient in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. Fallstudien aus drei Jahrhunderten“  (Peter Lang 2008)   

 

Hoch

 

 

"Die Welt ist voller Löcher"

Claire Didier:

 

Mit Illustrationen von Roland Garrigue

Aus dem Französischen von Sophia Marzollf

Oetinger 2007

78 S.,16,90 Euro

      ISBN 978-3789184147

 

(librikon) Als erstes kommt das Buch wie ein Spaß daher: „Die Welt ist voller Löcher", das Buch auch. Die Gestaltung ist hochklassig, die illustratorische Leistung enorm, die Texte in überzeugender Anordnung dazu gestellt. Ein „bedeutender Löchersammlung“ führt durch seine Sammlung, und damit geht es durch allerhand Löcher in Natur und Kultur. Je mehr man sich in dieses Buch und sein Thema, das nur scheinbar skurril ist, vertieft, desto stärker öffnet sich das Nichts, das ein Loch zu sein vorgibt, und treibt den Betrachter gedanklich voran. Mit seinen fünf Kapiteln, die Löcher in Gärten und Wäldern, an Mensch und Tier, in Gebäuden und Städten, ist es ist das Buch eine Ansammlung eigenartigen, hm, Tiefgangs. Die Übersetzung aus dem Französischen stellt eine besondere Leitung dar, weil Sprachwitz und Sprichwörter nicht einfach zu erhalten sind. Doch auch das ist gelungen, wie das ganze Buch. Nicht verpassen!     

 (Ab 6)

 

Hoch

 

 

Trotz TV, Computer und I-Pod:

Seders "Galopp"

Rufus Butler Seder:

 

Galopp

Aus dem Amerikanischen von Uli Blume

Boje 2008

24 S., 12,00 Euro

ISBN 978-3414822000

 

(librikon) Das Bilderbuch hat seit seiner Existenz seine bewegliche Seite, die für Kinder vergangener Zeiten Mensch und Tier aus Pappe zu mechanischen Gesten brachte. Diese Bücher, heute oft im Retrochic, bringen wirklich Freude in die Kinderherzen: Immer noch, trotz TV, Computer und I-Pod. Scanimation trägt das R des eingetragenen Warenzeichens. Beim Aufschlagen des Buches spielt sich auf den Pappseiten Tolles ab. Hinter dünnen schwarz-weißen Streifen galoppiert ein Pferd, stolziert ein Hahn, rennt ein Hund, springt eine Katze. Alle Tiere sind dunkel, aber deutlich zu sehen. „Galopp“ ruft eine tiefliegende, eine uralte Freude hervor.  

(Ab 2)

 

Hoch

 

 

   
 

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