Das Buch “Das Panda-
Mädchen” von Boris Joh Passacantando handelt von einem Baby, das von
einem Panda gefunden wird. Die Pandamutter zieht es groß und bringt es,
als es alt genug ist, zu einem Mönch, der es unterrichtet. Nach der
Ausbildung kehrt das Mädchen zu der Pandamutter zurück.
Das Buch ist eines
jener Bilderbücher, in denen die Bilder für sich sprechen. Sorgfältig
und liebevoll gemalt, erzählen sie die Geschichte des Panda-Mädchens.
Der Text, der daneben steht, unterstützt diese Geschichte nur noch mit
Worten.
Zum Test habe ich
dieses Buch einer kleinen Bekannten vorgelesen, und es ist uns beiden
nicht schwergefallen, uns völlig in die Geschichte hineinzuvertiefen.
Die Bilder regen zur Betrachtung an, und danach haben wir uns an den PC
gesetzt und so viel wie möglich über Pandabären herausgefunden. Damit
hat das Buch sogar das Ziel erreicht, das sich der Autor im Portrait auf
der letzten Seite selbst gesetzt hat: die Aufmerksamkeit der kleinen
Leser auf eine der bedrohtesten Tierarten unseres Planeten zu lenken.
Das Interesse an der Welt der Pandas erwacht von ganz alleine – Eltern
mit neugierigen Kindern dürfen sich nach der Lektüre des Buches auf
lange Fragen gefasst machen – und die Pandas werden im Buch auch als
genau das dargestellt, was sie sind: schön, klug und sanftmütig.
Die hervorzuhebende
Besonderheit ist dabei, dass Boris Joh Passacantando die Pandas weder
mit lehrbuchhaft erhobenem Zeigefinger vorstellt noch die Leser mit zu
viel Wissen konfrontiert werden. Die Bilder und auch der Text zeigen
einfach, dass es für Menschen und Tiere möglich ist, friedlich und sogar
freundlich miteinander zu existieren, ohne dass einer den anderen
verdrängen muss.
Die Rezensentin
ist angehende Biologin und Mitarbeiterin der Librikon-Redaktion.